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Absolventinnen- und Absolventenfeier der Chemie im Juli 2026
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Mit einem festlichen Programm, zahlreichen Ehrungen und inspirierenden Vorträgen verabschiedete die TUM School of Natural Sciences im Juli 2026 ihre Absolventinnen und Absolventen der Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie und des Chemieingenieurwesens. Im voll besetzten Hans-Fischer-Hörsaal feierten Studierende, Familienangehörige, Lehrende und Mitarbeitende gemeinsam den erfolgreichen Abschluss eines wichtigen Lebensabschnitts.
Bereits zur Begrüßung sorgten die Moderatorin und der Moderator Marina Ruoff und Emanuel Basler für gute Stimmung: „Wir freuen uns, dass es so voll ist. Fast wie in der Vorlesung Organische Chemie 2 im Studium“, bemerkte Marina Ruoff mit einem Augenzwinkern und begrüßte die Absolventinnen und Absolventen, deren Familien sowie die anwesenden Professorinnen und Professoren, Academic Program Directors und Gäste.
Nach der Vorstellung des Programms eröffnete Department Head Prof. Tom Nilges offiziell die Feier. In seiner Ansprache würdigte er zunächst das Engagement der Organisatorinnen der TUM School of Natural Sciences und stellte die vielfältigen Aktivitäten und Entwicklungsperspektiven der School vor. Besonders herzlich richtete er sich an die Eltern der Absolventinnen und Absolventen: „Wir waren mit Ihren Kindern zufrieden und hatten sehr viel Spaß bei der Ausbildung“, sagte Nilges unter dem Applaus des Publikums. Anschließend übernahm Studiendekan Prof. Fritz Kühn das Wort. Nachdem er aktuelle Zahlen und Entwicklungen der Studiengänge vorgestellt hatte, sorgte er für eine Überraschung: Er verlieh den Ernst-Otto-Fischer-Preis für gute Lehre an Prof. Tom Nilges. Für den Geehrten kam die Auszeichnung völlig unerwartet.
Im Anschluss wurde der Evonik-Forschungspreis verliehen. Dr. Daniel Witthaut stellte zunächst das Unternehmen Evonik sowie die Herausforderungen der heutigen Zeit vor und betonte die Bedeutung von Zusammenarbeit: „Nur wenn wir alle zusammenarbeiten, werden wir die aktuellen Herausforderungen meistern können.“ Gleichzeitig unterstrich er die zentrale Rolle von Forschung und Innovation für den Unternehmenserfolg: „Der Beitrag von Evonik beruht auf Forschung und Innovation.“ Danach übergab er an Dr. Peter Coburger, der die von Dr. Terry Hadlington verfasste Laudatio für Till Kalkuhl - den diesjährigen Preisträger des Evonik-Forschungspreises - verlas.
Es folgte die gemeinsame Rede der Absolventinnen und Absolventen. In ihrer Rede blickten Simona Hanuliaková und Ole Fleischhauer auf die gemeinsamen Studienjahre der Absolventinnen und Absolventen der Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie und des Chemieingenieurwesens zurück. Hervorgehoben wurden die zahlreichen fachlichen und persönlichen Herausforderungen, die während des Bachelor- und Masterstudiums bewältigt werden mussten – von Vorlesungen, Praktika und Laborarbeit über anspruchsvolle Prüfungen bis hin zu Bachelor- und Masterarbeiten. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, wie sehr Ausdauer, Flexibilität und die Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen, die Absolventinnen und Absolventen geprägt haben. Ebenso wurde auf die besondere Bedeutung der Menschen eingegangen, die diesen Weg begleitet haben. Aus Kommilitoninnen und Kommilitonen wurden Freunde, Lern- und Laborpartner, mit denen Erfolge, Rückschläge und unvergessliche Erfahrungen geteilt wurden. Mit Dank an Familien, Freunde, Lehrende und Mitarbeitende wurde betont, dass nicht nur fachliches Wissen, sondern auch wertvolle Erinnerungen, Begegnungen und persönliche Erfahrungen aus dem Studium mitgenommen werden. Abschließend wurde den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem erreichten Meilenstein gratuliert und ihnen Neugier, Mut und Durchhaltevermögen für ihren weiteren Lebensweg mit auf den Weg gegeben.
Mit großer Vorfreude wurde anschließend Dr. Romy Ettlinger angekündigt. Die Moderation erinnerte dabei an ihre vielbeachtete Laudatio bei der Absolventinnen- und Absolventenfeier des Vorjahres und versprach einen ebenso spannenden wie unterhaltsamen Vortrag. Unter dem Titel „Kleine Poren, große Wirkung: Molekulare Mülltrennung für sauberes Wasser“ erklärte Ettlinger anschaulich aktuelle Herausforderungen der Wasseraufbereitung. Sie zeigte auf, wie metallorganische Gerüstverbindungen (Metal-Organic Frameworks, MOFs) – ein Forschungsgebiet, das 2025 mit dem Nobelpreis gewürdigt wurde – dazu beitragen können, Verunreinigungen gezielt aus Wasser zu entfernen. Besonders eindrucksvoll war ein Live-Experiment: Mithilfe eines Schwamms verwandelte sie pink gefärbtes, mit Phenolphthalein versetztes Wasser wieder in eine farblose Flüssigkeit und demonstrierte damit auf anschauliche Weise chemische Prozesse der Stofftrennung. Chemikerinnen und Chemiker wissen natürlich, welchen Trick sie dabei verwendete (Stichwort: pH-Wert).
Nach einer kurze Kaffeepause folgte der zentrale Programmpunkt des Tages: die feierliche Übergabe der Urkunden durch die Academic Program Directors. Prof. Martin Elsner (Chemie), Prof. Johannes Buchner (Biochemie), Prof. Michael Rychlik (Lebensmittelchemie) und Prof. Olaf Hinrichsen (Chemieingenieurwesen) riefen die Absolventinnen und Absolventen einzeln auf die Bühne. Begleitet von einer Präsentation ihrer jeweiligen Forschungsarbeiten erhielten sie ihre Festurkunde als bleibende Erinnerung an ihre Studienzeit an der TUM School of Natural Sciences.
Zum Abschluss der offiziellen Feierlichkeiten wurden die Manchot-Studienpreise für herausragende Studienleistungen verliehen. Ausgezeichnet wurden:
Bachelor
- Biochemie: Magdalena Gerstendörfer
- Lebensmittelchemie: Lena Linnemann
- Chemieingenieurwesen: Maximilian Schön
Master
- Biochemie: Pia Bruckmayer und Lara Fuß
- Chemie: Celina Bräutigam und Florian Gollmann
- Chemieingenieurwesen: Michael Berg & Simeon Schneider
Nach den zahlreichen Ehrungen klang der Tag bei Häppchen und Getränken vor dem Hans-Fischer-Hörsaal aus. Für die musikalische Begleitung sorgte die „Old’s Cool BigBand“, die Professoren-Band der TUM, und schuf damit den passenden Rahmen für viele Gespräche, Erinnerungsfotos und persönliche Begegnungen.
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