Der Unitag der Physik fand im November statt, der der Chemie im Januar. Beide Veranstaltungen kombinierten Vorlesungsbesuche, Laborführungen und persönliche Gespräche mit Forschenden und Lehrenden – und vermittelten so einen authentischen Einblick in Studienalltag, Forschungspraxis und berufliche Perspektiven.
Physik im November: Vom Hörsaal ins Hightech-Labor
Der Unitag der Physik startete mit einer Begrüßung durch die Direktorin des akademischen Programms, Frau Prof. Julia Herzen. Es wurde schnell deutlich, wie anschaulich und experimentell physikalische Inhalte an der TUM vermittelt werden. Anschließend nahmen die Teilnehmenden an einer regulären Erstsemester-Vorlesung teil: In Experimentalphysik 1 (Mechanik) von Prof. Christian Back erlebten sie echte Hörsaalatmosphäre und konnten verfolgen, wie die Grundlagen der Physik im Studium gelehrt und durch Experimente veranschaulicht werden.
Eine Campusführung mit Dr. Johannes Wiedersich bot Orientierung auf dem weitläufigen Forschungsgelände in Garching. Neben dem Besuch mehrerer Gebäude der NAT zeigte sich die physikalische Vielfalt am Campus durch die Präsenz zahlreicher weiterer physikalischer Forschungseinrichtungen. Nach dem Mittagessen in der Mensa stand aktuelle Spitzenforschung im Mittelpunkt: Bei einer Laborführung durch das Munich Institute of Biomedical Engineering (MIBE) erhielten die Gäste Einblicke in interdisziplinäre Forschungsprojekte an der Schnittstelle von Physik, Technik und Medizin. In einer abschließenden Informationsrunde erklärte Dr. Johannes Wiedersich das Physik-Studium sowie typische Berufsfelder für Physikerinnen und Physiker.
Chemie im Januar: Forschung von Molekülen bis Materialien
Der Unitag der Chemie begann im Januar im Bayerischen NMR-Zentrum (BNMRZ) mit einer Begrüßung durch Dr. Robert Reich und Prof. Bernd Reif. Im Anschluss stellte die Physikalische Chemie aktuelle Batterieforschung vor: Rebecca Wilhelm und Matthias Kornherr gaben Einblicke in die Elektrochemie der Elektromobilität und zeigten, wie chemische Forschung zu nachhaltigen Energiespeichern beiträgt.
Dr. Carsten Troll vom Wacker-Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie sprach über Kunststoffe als universelle Werkstoffe des 20. und 21. Jahrhunderts. Danach präsentierten Pelin Ida Baydar und Jonathan Held die Biochemie und vermittelten spannende Einblicke in die aktuelle Proteinbiochemie. Nach der Mittagspause informierte Dr. Gerd Gemmecker über Wege und Möglichkeiten im Chemiestudium an der TUM. Den lebendigen Abschluss bildete eine Experimentalvorlesung im Hans-Fischer-Hörsaal: Prof. Fritz Kühn und Tobias Kubo demonstrierten mit eindrucksvollen – und gelegentlich auch lautstarken – Experimenten die Entstehung, das Vorkommen und die Bedeutung von Sauerstoff.
Für viele Teilnehmende boten beide Unitage nicht nur faszinierende Einblicke in moderne Naturwissenschaften, sondern auch eine wertvolle Orientierungshilfe für die Studienwahl mit einer regen Diskussion der Schülerinnen und Schüler.
Weitere Informationen und Links
- Angebote für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler: https://www.tum.de/studium/von-der-schule-zur-universitaet/angebote-fuer-leistungsstarke-schuelerinnen
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