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Aktuelles

Lernnacht und Verleihung der goldenen Kreide an Dr. Christian Gemel

Wir für Alle, Bioscience, Chemie, Physik, Auszeichnung | 11.02.2026

Die Fachschaft MPIC veranstaltete im Rahmen der 2. Lernnacht eine spezielle Prüfungsvorbereitung und übergab die Auszeichnung für das „Beste Praktikum“.

Das Logo zur Lernnacht im Wintersemester 25/26. Grafik: Ismaël Brunet Pac / Fachschaft MPIC
Ein voller Hans-Fischer Hörsaal mit Tutorinnen und Tutoren die viele Tipps für die Studierenden für ihre erste Klausurenphase hatten. Bild: Luk Heine / Fachschaft MPIC
Die Veranstaltung wurde innerhalb der Fachschaft MPIC für die Vorbereitungen auf die GOP-Prüfungen aus den Bereichen Chemie und Physik organisiert. Im Bild das Tutorium der Physik im Walter-Hieber Hörsaal. Bild: Jannik Husemann / Fachschaft MPIC
Auch der Interimshörsaal wurde genutzt. Hier auf dem Bild eine Übung zur linearen Algebra. Bild: Jannik Husemann / Fachschaft MPIC
Nachträglich verliehen: Dr. Christian Gemel erhielt von der Fachschaft MPIC, vertreten durch Ole Fleischhauer und Jannik Husemann die goldene Kreide für sein hervorragendes Praktikum. Bild: Dr. Robert Reich / TUM

Die Prüfungsvorbereitungen in den ersten Semestern sind herausfordernd. Die Fachschaft MPIC hat deshalb das Format „Lernnacht“ entwickelt, um Studierenden die Prüfungsvorbereitung durch Tutorien zu erleichtern. Organisiert wurde die Veranstaltung von Ismaël Brunet Pac, Luk Heine, Jannik Husemann und Simona Hanuliaková. Dr. Robert Reich von der NAT School sprach mit Simona und Jannik über die Lernnacht.

 

Liebe Simona, lieber Jannik. Vielen Dank, dass ihr euch Zeit für ein Interview genommen habt.

NAT: Könnt ihr euch bitte kurz vorstellen?

Simona Hanuliaková: Ich habe fünf Jahre Chemie studiert und beginne jetzt meine Promotion. Während meines Studiums habe ich regelmäßig Tutorien gegeben und bin schon länger in der Fachschaft aktiv. Für mich ist die Lernnacht die perfekte Kombination aus Lehren und Engagement für andere Studierende.

Jannik Husemann: Ich studiere aktuell im dritten Mastersemester Chemie und engagiere mich ebenfalls in der Fachschaft. Auch ich habe schon mehrere Tutorien betreut und habe generell viel Freude daran, Veranstaltungen für Studierende mitzugestalten.

 

NAT: Was war eure Motivation für die Organisation der Lernnacht?

Husemann: Gerade in den ersten Semestern ist der Einstieg ins Studium oft nicht einfach. Mir ist es wichtig, neuen Studierenden den Start zu erleichtern und sie besonders in der ersten Klausurenphase zu unterstützen. Deshalb haben wir die Lernnacht ins Leben gerufen. Wir stellen Übungsaufgaben bereit, die wir anschließend gemeinsam in Tutorien durchgehen. Dabei geht es nicht nur um fachliche Unterstützung, sondern auch um Vernetzung. Viele merken erst dort, dass sie mit ihrem Prüfungsstress nicht allein sind. Die Tutorinnen und Tutoren aus höheren Semestern können außerdem hilfreiche Tipps zu Lernstrategien und zur Klausurvorbereitung geben.

Hanuliaková: Zwar gibt es in den ersten Semestern bereits Übungen und Tutorien, aber dort ist die Zeit oft knapp und alles wirkt etwas hektisch. In der Lernnacht haben wir dagegen einen ganzen Abend Zeit, uns in Ruhe mit dem Stoff zu beschäftigen. Das ermöglicht es, Themen ausführlicher zu behandeln und intensiver mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen.

 

NAT: Ist der Abend gut verlaufen und würdet ihr wieder eine Lernnacht organisieren?

Hanuliaková: Ich finde, der Abend ist sehr gut verlaufen. Da es bereits unsere zweite Veranstaltung dieser Art war, hatten wir auch etwas mehr Routine. Die erste Lernnacht fand im Sommer statt und hatte den Fokus auf die Grundlagen der physikalischen und organischen Chemie sowie Analysis 2 und Theoretische Physik. Natürlich gibt es immer kleinere Herausforderungen, zum Beispiel bei der Erstellung neuer Übungsaufgaben. Man muss sich ständig fragen, ob Aufgaben und Lösungswege für alle verständlich sind.

Husemann: Wir organisieren die Lernnacht gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Fachschaft, auch aus der Physik. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Grundlagen und Orientierungsprüfungen für die Studiengänge in Chemie und Physik. Geplant ist, jeweils im Sommer und Wintersemester eine Lernnacht anzubieten.

 

NAT: Welche Eindrücke habt ihr persönlich aus der Lernnacht mitgenommen? Was lief besonders gut und was könnte man verbessern?

Hanuliaková: Zeitweise hatten wir fast schon zu viele Tutorinnen und Tutoren. Das ist natürlich eigentlich ein Luxusproblem. Für die Studierenden war es sehr gut, weil immer jemand Zeit hatte, Fragen zu beantworten.

Husemann: Unser Konzept sieht vor, typische Klausuraufgaben vorzustellen. Aktuell überlegen wir, diese Aufgaben den Studierenden schon im Vorfeld zur Verfügung zu stellen. So könnten sie sich vorbereiten und wir hätten während der Lernnacht mehr Zeit für Diskussionen und Fragen, statt alles unter Zeitdruck zu bearbeiten.

Hanuliaková: Nach einem langen Unitag ist es außerdem nicht immer leicht, sich abends noch zu konzentrieren. Und da am nächsten Morgen wieder Vorlesungen stattfinden, mussten einige früher gehen. Vielleicht müssen wir den zeitlichen Rahmen künftig noch etwas anpassen.

 

NAT: Was war das Feedback der Studierenden zur Lernnacht?

Husemann: Es gab den Wunsch, die Lösungen direkt im Anschluss zu bekommen. Wir haben uns jedoch bewusst entschieden, sie erst ein paar Tage später bereitzustellen. Uns ist wichtig, dass sich die Studierenden zunächst selbstständig mit den Aufgaben auseinandersetzen. Das eigenständige Erarbeiten fördert das Verständnis. Wir möchten nicht zu viel vorkauen.

 

NAT: Was hat es mit eurem Logo auf sich? Eine Acht? Könnt ihr das erklären?

Husemann: Das Ganze entstand tatsächlich aus einem Druckfehler. Im letzten Jahr wurde versehentlich ein „N“ vergessen und aus „Lernnacht“ wurde „Lernacht“. Das fanden wir so witzig, dass wir die Idee weitergesponnen haben. Auf der Tafel wurde daraus eine 8 plus 1. Die letzte Veranstaltung war also die LernAcht und die aktuelle die LernNeun. Deshalb nennen wir die Veranstaltung manchmal scherzhaft LernAcht oder LernNeun.

 

Liebe Simona, lieber Jannik. Vielen Dank, für das Gespräch und viel Erfolg bei den weiteren Lernnacht Veranstaltungen!

 

Die Fachschaft MPIC ehrt auch immer wieder die Dozentinnen und Dozenten der NAT für herausragende Lehre. Die Goldene Kreide für das „Beste Praktikum“ der TUM School of Natural Sciences ging in diesem Jahr an Dr. Christian Gemel. Ausgezeichnet wurde er für die Organisation und Leitung des „Grundpraktikums der anorganischen und physikalischen Chemie (Teil 1)“ sowie des „Anorganisch-chemischen Praktikums 2“.

Dr. Gemel entwickelt die Inhalte der Praktika kontinuierlich weiter, um Studierenden einen gelungenen Einstieg in die Laborarbeit zu ermöglichen. Neben quantitativer Analytik ist inzwischen auch die qualitative Analytik fester Bestandteil. Unterstützende Lehrvideos zu Trennverfahren sowie seine Präsenz als Saalassistent sorgen zusätzlich für eine intensive Betreuung und einen praxisnahen Laboralltag.

Die Auszeichnung würdigt insbesondere sein großes Engagement und die stetige Verbesserung der Praktika. Da Dr. Gemel am Tag der Preisverleihung verhindert war, wurde die Übergabe der Goldenen Kreide durch die Fachschaft MPIC, vertreten durch Ole Fleischhauer und Jannik Husemann, im Januar nachgeholt.

Willst du Teil der Fachschaft MPIC werden und dich u.a. für Projekte wie die Lernnacht engagieren? Dann melde dich gerne bei uns unter fsmpic-mitmachen@fs.tum.de oder komm einfach in einem der Fachschaftsbüro vorbei.

 

Weitere Informationen und Links:

  • Unsere Fachschaft MPIC: https://mpic.fs.tum.de
  • Goldene Kreiden der Fachschaft MPIC: https://mpic.fs.tum.de/fachschaft/hopo/nat/goldene_kreide/
  • Artikel: Absolventinnen- und Absolventenfeier der Chemie im November: https://www.nat.tum.de/nat/aktuelles/article/absolventinnen-und-absolventenfeier-der-chemie-im-november-2025/

 

Pressekontakt
communications@nat.tum.de
Team-Website


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