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Mattauch-Herzog-Preis für Prof. Nicole Strittmatter
Fundamental Science for Health, Bioscience, Auszeichnung |
Auf der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS), die vom 10. bis 13. März 2026 in Leipzig stattfand, wurde Prof. Nicole Strittmatter von der TUM School of Natural Sciences mit dem Mattauch-Herzog-Preis geehrt, einer der renommiertesten Auszeichnungen in den analytischen Naturwissenschaften. Der Preis wurde 1988 ins Leben gerufen und wird von Thermo Fisher Scientific gestiftet. Er würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Massenspektrometrie in einer frühen Karrierephase. Die Auszeichnung umfasst ein Preisgeld von 12.500 € sowie eine Urkunde die am 12. März 2026 verliehen wurde. Prof. Strittmatter erhält die Auszeichnung für die Entwicklung neuartiger massenspektrometrischer in situ-Methoden, die die molekulare Analyse komplexer biologischer Proben ermöglichen.
Ein solcher Ansatz wurde in ihrem Festvortrag mit dem Titel „Taxon-spezifische Marker zur Untersuchung mikrobieller Gemeinschaften mittels (Imaging-)Massenspektrometrie“ vorgestellt. Darin hob Prof. Strittmatter ihre Arbeiten zu taxonspezifischen Markern (TSMs) hervor. Dieses Konzept, ursprünglich in einer Publikation in Nature Communications (W. Chen et al.) beschrieben, ermöglicht die gezielte Identifizierung und räumliche Visualisierung von Mikroorganismen in komplexen Proben. Ergänzende methodische Fortschritte umfassen den Einsatz innovativer Techniken, etwa einer Pyrolyse-Pinzette, bei der das entstehende Aerosol in die Ionenquelle eines Massenspektrometers geleitet wird, um eine schnelle mikrobiologische Charakterisierung zu ermöglichen.
Die Bedeutung dieser Arbeiten wurde während der Konferenz auch durch weitere Beiträge der wissenschaftlichen Gemeinschaft unterstrichen. Das TSM-Konzept spielte eine zentrale Rolle in einem Plenarvortrag von Prof. Manuel Liebeke (Kiel University) sowie in einem dafür ausgezeichneten Poster seiner Studentin Malin Stüwe. Darin wurde gezeigt, wie eine auf Matrix-unterstützter Laserdesorption/Ionisation (MALDI) basierende Datenbank von Darmbakterienprofilen genutzt werden kann, um Bakterien direkt im Darm mittels MALDI-Imaging-Massenspektrometrie sichtbar zu machen.
Zusammen verdeutlichen diese Entwicklungen den wachsenden Einfluss von Prof. Strittmatters Forschung auf neue Ansätze zur Untersuchung mikrobieller Gemeinschaften mit Hilfe der Massenspektrometrie.
Weitere Informationen und Links
- Forschungsgruppe von Prof. Strittmatter, Analytische Chemie:
https://www.bio.nat.tum.de/ach/prof-nicole-strittmatter/ - DGMS Mattauch-Herzog-Preis:
https://dgms.eu/de/auszeichnungen/mattauch-herzog-foerderpreis/ - Metabolomics-Forschungsgruppe von Prof. Manuel Liebeke:
https://www.uni-kiel.de/de/person/liebeke-manuel-58475 - Thermo Fisher Scientific: https://www.thermofisher.com/de/de/home.html
Publikation
Universal, untargeted detection of bacteria in tissues using metabolomics workflows.
Wei Chen, Min Qiu, Petra Paizs, Nicole Strittmatter et al.
Nature Communications. doi: 10.1038/s41467-024-55457-7
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